WordPress-Checkliste: 10 wichtige Dinge, die du auf deiner Website prüfen solltest

EEine WordPress-Site ist nichts, was du einmal einrichtest und dann vergisst. Sie braucht Pflege. Nicht viel, aber regelmäßig. Sonst wird sie langsam, unsicher oder verschwindet irgendwann aus Google.

Wir arbeiten seit über 20 Jahren mit WordPress und wissen genau, was schiefgehen kann. Wenn du überlegst, dir eine WordPress-Site anzuschaffen, kannst du mehr darüber lesen, was eine WordPress-Website kostet. Deshalb haben wir diese Liste zusammengestellt. Einige Punkte kannst du selbst beheben, andere erfordern etwas mehr technisches Wissen. Aber alle sind wichtig.

1. Updates von WordPress, Themes und Plugins

Warum ist das wichtig?

Veraltete Software ist das größte Sicherheitsrisiko. Hacker suchen aktiv nach bekannten Schwachstellen in alten Versionen. Ein einziges veraltetes Plugin kann ausreichen, damit jemand deine gesamte Site übernimmt.

So gehst du vor:

  • Melde dich mindestens einmal pro Woche im WordPress-Adminbereich an
  • Gehe zu Dashboard → Aktualisierungen
  • Mach vor jedem größeren Update ein Backup
  • Installiere die Updates
  • Prüfe danach, ob noch alles funktioniert

Was du beachten solltest:

Wenn ein Plugin seit über 6 Monaten nicht aktualisiert wurde, such nach einer Alternative. Das ist oft ein Zeichen dafür, dass der Entwickler das Projekt aufgegeben hat. Wenn du Updates nicht selbst verwalten möchtest, bieten wir WordPress-Wartung an, die sich um all das für dich kümmert.

2. Sicherheit und HTTPS

Warum ist das wichtig?

Ohne HTTPS-Verschlüsselung (das kleine Schloss-Symbol in der Adressleiste) warnt Google deine Besucher, dass die Site „nicht sicher“ ist. Das schreckt Kunden ab und schadet deinem Ranking.

So gehst du vor:

  • Öffne deine Website im Browser
  • Schau in die Adressleiste: Steht dort „https://“ und ist ein Schloss-Symbol sichtbar?
  • Klick auf das Schloss und prüfe, ob das Zertifikat noch gültig ist
  • Installiere ein Sicherheits-Plugin wie Wordfence oder iThemes Security

Empfohlene Tools:

  • Wordfence (kostenlos) – überwacht deine Site auf verdächtige Aktivitäten
  • iThemes Security (kostenlos) – nimmt grundlegende Sicherheitseinstellungen automatisch vor

Tipp: Die meisten Webhoster bieten heute kostenlose SSL-Zertifikate (Let’s Encrypt) an. Wenn nicht, solltest du über einen Wechsel nachdenken.

3. Teste die Geschwindigkeit deiner Website

Warum ist das wichtig?

Langsame Websites verlieren Besucher. Studien zeigen: Jede Sekunde Ladezeit kostet dich etwa 7% deiner Conversions (Conversions = Verkäufe oder Anfragen). Und Google bestraft langsame Sites mit schlechterem Ranking.

So gehst du vor:

  • Öffne Google PageSpeed Insights
  • Gib deine URL ein
  • Warte auf das Ergebnis
  • Ziel: Mindestens 80 Punkte (sowohl mobil als auch desktop)

Die häufigsten Probleme:

  • Zu große Bilder (komprimiere Bilder vor dem Upload)
  • Zu viele Plugins (deaktiviere ungenutzte)
  • Kein Caching aktiv (Caching = Zwischenspeicherung, macht deine Site schneller)

Empfohlene Tools:

  • Imagify oder ShortPixel – komprimiert Bilder automatisch
  • WP Rocket (Bezahlversion, ca. 50 Euro/Jahr) – macht deine Site deutlich schneller
  • LiteSpeed Cache (kostenlos) – gute Alternative, wenn dein Webhoster LiteSpeed verwendet

4. SEO-Grundlagen: Meta-Titel und Beschreibungen

Warum ist das wichtig?

Meta-Titel und Meta-Beschreibungen sind das Erste, was potenzielle Besucher in Google sehen. Wenn sie fehlen, erstellt Google sie automatisch – und das Ergebnis ist oft schlecht.

So gehst du vor:

Jede wichtige Seite sollte haben:

  • Meta-Titel: Etwa 50-60 Zeichen, enthält dein wichtigstes Keyword (Keyword = Suchbegriff)
  • Meta-Beschreibung: Etwa 150-160 Zeichen, verlockt den Besucher zum Klicken
  • XML-Sitemap: Eine Liste all deiner Seiten, automatisch an Google übermittelt

Empfohlene Tools:

  • Rank Math (kostenlos) – hilft dir beim Ausfüllen der Meta-Angaben
  • Yoast SEO (kostenlos) – der Klassiker, manchmal etwas aufdringlich
  • Slim SEO (kostenlos) – minimalistisch, macht vieles automatisch

Tipp: Die Sitemap findest du meistens unter deine-domain.de/sitemap.xml

5. Strukturierte Daten für Google

Warum ist das wichtig?

Strukturierte Daten helfen Google, deinen Inhalt besser zu verstehen. Das Ergebnis: Rich Snippets (Rich Snippets = erweiterte Suchergebnisse) mit Sternbewertungen, Preisen, FAQs oder Event-Informationen direkt in den Suchergebnissen.

Was sind strukturierte Daten?

Stell dir vor, du schreibst einen Blogbeitrag. Für Menschen ist klar, was Überschrift, Autor und Datum ist. Für Google nicht unbedingt. Strukturierte Daten erklären Google genau, was was ist.

So gehst du vor:

  • Öffne Google Rich Results Test
  • Gib deine URL ein
  • Google zeigt, welche strukturierten Daten gefunden wurden

Häufige Anwendungsfälle:

  • Blogartikel: Autor, Datum, Bild werden in Google angezeigt
  • Lokale Unternehmen: Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer
  • Produkte: Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen
  • FAQ-Seiten: Fragen und Antworten direkt in Google sichtbar

Wichtig: Das Einrichten strukturierter Daten kann technisch anspruchsvoll sein. Wenn du Hilfe brauchst, meld dich gerne.

6. Erstelle ein Google Business Profile

Warum ist das wichtig?

Wenn jemand in deiner Region nach deiner Dienstleistung sucht, tauchst du in Google Maps und der lokalen Suche auf – aber nur, wenn dein Google Business Profile konfiguriert ist.

So gehst du vor:

  • Gehe zu Google Business Profile
  • Erstelle ein Profil für dein Unternehmen
  • Verifiziere dein Unternehmen (per Postkarte oder Telefon)
  • Fülle alle Informationen aus: Öffnungszeiten, Telefonnummer, Website, Bilder, Beschreibung deiner Dienstleistungen

Tipp: Bitte zufriedene Kunden um eine Google-Bewertung. Schon 5-10 positive Bewertungen machen einen enormen Unterschied für deine lokale Sichtbarkeit.

7. Regelmäßige Backups

Warum ist das wichtig?

Deine Website kann aus vielen Gründen kaputtgehen: Fehlgeschlagenes Update, Hackerangriff, Serverausfall, menschlicher Fehler. Ohne Backup ist alles weg.

So gehst du vor:

  • Installiere ein Backup-Plugin
  • Konfiguriere automatische Backups (mindestens einmal pro Woche)
  • Speichere Backups extern (Dropbox, Google Drive, nicht nur auf demselben Server)
  • Teste einmal, ob du das Backup tatsächlich wiederherstellen kannst

Empfohlene Tools:

  • UpdraftPlus (kostenlos für grundlegende Backups) – einfach zu bedienen
  • BackWPup (kostenlos) – mehr Optionen, etwas komplizierter

Wichtig: Viele Webhoster machen eigene Backups, aber verlass dich nicht nur darauf. Mach auch eigene.

8. Cookie-Banner und DSGVO

Warum ist das wichtig?

Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist EU-Gesetz. Ohne Cookie-Banner und Datenschutzerklärung riskierst du Bußgelder.

So gehst du vor:

  • Installiere ein Cookie-Plugin
  • Erstelle ein Cookie-Banner mit Opt-in (Opt-in = Besucher müssen aktiv zustimmen)
  • Erstelle eine Datenschutzerklärung mit allen Tools, die du verwendest
  • Prüfe, ob du ein Impressum hast (Pflicht für Unternehmen)

Empfohlene Tools:

  • Cookiebot (erste 100 Seitenaufrufe/Monat kostenlos) – scannt deine Website automatisch und kategorisiert alle Cookies
  • Complianz (kostenlose Version verfügbar) – macht vieles automatisch

Tipp: Cookiebot ist die einfachste Lösung. Du registrierst dich, installierst das Plugin, verbindest dein Konto – fertig. Der Rest läuft automatisch.

9. Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen

Warum ist das wichtig?

Google ist nicht mehr die einzige Suchmaschine. Immer mehr Menschen nutzen ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews (Google AI Overviews = KI-generierte Antworten über den normalen Suchergebnissen). Diese Tools funktionieren anders als klassische Suchmaschinen.

Was machen KI-Suchmaschinen anders?

Sie lesen und verstehen deinen Inhalt wie ein Mensch. Sie suchen nach klaren Antworten, nicht nur nach Keywords.

So gehst du vor:

  • Verwende Überschriften logisch (H1 für Hauptüberschrift, H2 für Unterüberschriften)
  • Beantworte konkrete Fragen direkt und deutlich
  • Formuliere Fakten eindeutig
  • Verwende strukturierte Daten (siehe Punkt 5)

Beispiel:

Schlecht: „Unsere Öffnungszeiten finden Sie auf unserer Website.“

Besser: „Wir haben Montag bis Freitag von 9:00-18:00 Uhr geöffnet.“

Die KI kann die zweite Formulierung direkt als Antwort verwenden.

Wichtig: KI-Optimierung und SEO ergänzen sich. Was gut für Google ist, hilft auch KI-Suchmaschinen – aber KI erfordert noch klarere Struktur.

10. Prüfe die Mobilanpassung

Warum ist das wichtig?

Über 60% aller Website-Besucher kommen von Smartphones. Wenn deine Site auf dem Handy nicht funktioniert, verlierst du mehr als die Hälfte deiner potenziellen Kunden.

So gehst du vor:

  • Öffne deine Website auf deinem Smartphone
  • Teste alle wichtigen Funktionen: Lässt sich das Menü öffnen? Sind die Buttons groß genug zum Anklicken? Ist der Text lesbar ohne zu zoomen? Lädt die Site schnell genug?
  • Nutze den Google Mobile-Friendly Test

Häufige Probleme:

  • Text zu klein (mindestens 16 Pixel)
  • Buttons zu nah beieinander
  • Pop-ups blockieren den Inhalt
  • Bilder zu groß (langsame Ladezeit)

Tipp: Die meisten modernen WordPress-Themes sind responsiv (responsiv = passt sich automatisch an verschiedene Bildschirmgrößen an). Wenn deines das nicht tut, ist es Zeit für ein Update.

Was nun?

Diese 10 Punkte sind die Grundlage für eine gut funktionierende WordPress-Website. Einige Aufgaben kannst du selbst erledigen, andere erfordern technisches Wissen.

Das Wichtigste: Halte WordPress, Themes und Plugins aktuell. Sichere regelmäßig. Prüfe die Geschwindigkeit. Und kümmere dich um die DSGVO.

Wenn du bei einem dieser Punkte Hilfe brauchst, sind wir für dich da. Meld dich, wir helfen dir gerne.

Nach oben scrollen